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Medizinalcannabis Strains: Wissenschaftliche Vielfalt für Ihre Therapie

Die Wahl des richtigen Cannabis Strains ist entscheidend für den therapeutischen Erfolg. In unserer Apotheke finden Sie eine präzise Auswahl an zertifizierten Kultivaren, die unter strengsten GMP-Bedingungen (Good Manufacturing Practice) angebaut werden. Wir unterstützen Sie dabei, das passende Wirkprofil für Ihre individuelle Indikation zu finden.

Nicht nur die Genetik, sondern das spezifische Cannabinoid-Verhältnis bestimmt die Wirkung. Während Sativa-dominante Strains oft als belebend beschrieben werden, finden Indica-dominante Sorten häufig Anwendung in der Sedierung und Schmerzlinderung.

Cannabis auf Rezept

Betäubungsmittelrezept - was ist das?

Ob Selbstzahler oder nicht – die Verschreibung von medizinischem Cannabis erfolgt immer über ein Betäubungsmittelrezept, auch BtM-Rezept genannt. BtM-Rezepte werden für Medikamente verwendet, deren Abgabe und Verwendung besonders kontrolliert werden. 

Im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gelten Stoffe oder Zubereitungen unter anderem dann als Betäubungsmittel, wenn sie nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in Verdacht stehen, Abhängigkeiten zu erzeugen. Unter das Gesetz fallen aber auch Stoffe, die auf anderem Wege die Gesundheit gefährden können oder aus denen ein Betäubungsmittel hergestellt werden kann.

Patienten müssen das BtM-Rezept innerhalb von 7 Tagen nach Ausstellung bei der Cannabis Apotheke vorlegen. Auf einem Betäubungsmittelrezept für Cannabis müssen die Darreichungsform, ggf. die Cannabissorte sowie die Dosierung genau angegeben sein.

Kann sich jede:r Cannabis verschreiben lassen?

Die Behandlung mit medizinischem Cannabis könnte für einige Patient:innen großes Potenzial bieten. Gleichzeitig wäre es ein Fehler, Cannabis als Patentlösung zu sehen. Genau wie bei jedem anderen Medikament ist die Behandlung in manchen Fallen mehr, in anderen weniger sinnvoll.

Vorteile, Risiken und Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis sollten im Einzelfall genau abgewogen werden. Ob letzten Endes Cannabis oder eine andere Behandlungsoption empfohlen wird, entscheiden die behandelnden Ärzt:innen im engen Dialog mit den Patient:innen.

Wie bekomme ich Cannabis auf Rezept?

Durch Cannabis wird in den seltensten Fällen eine Heilung erreicht – allerdings können Beschwerden gelindert und die Lebensqualität gesteigert werden. Bisher gibt es keine genauen Indikationen, bei denen Cannabis verordnet werden kann. Ob eine Behandlung mit medizinischem Cannabis sinnvoll ist, entscheiden die behandelnden Ärzt:innen in enger Abstimmung mit den Patient:innen. 

Die Verschreibung des medizinischen Cannabis erfolgt über ein Betäubungsmittelrezept. Lassen sich die Patient:innen das Cannabis-Rezept als Privatrezept ausstellen, müssen sie die Kosten selbst tragen. Alternativ können diese auch eine Kostenübernahme beantragen, indem sie einen Antrag auf Kostenübernahme an die Krankenkasse stellen. 

Wie sind die Höchstverschreibungsmengen für Cannabis laut BtMVV?

Die Verordnung mit dem etwas sperrigen Namen Betäubungsmittelverschreibungsverordnung ist auch als BtMVV bekannt. Darin sind für Cannabis laut Fassung aus dem Mai 2021 folgende Höchstverschreibungsmengen festgelegt:

  • Cannabisblüten: 100 g
  • Cannabisextrakt-Zubereitungen: 1 g THC
  • Dronabinol: 500 mg 

Die Höchstverschreibungsmengen beziehen sich auf 30 Tage. Ärzte dürfen diese nur in begründeten Einzelfällen überschreiten, müssen das Rezept dann beim Ausstellen aber mit dem Hinweis „A“ versehen.

Kostenübernahme

Wie funktioniert der Antrag auf Kostenübernahme?

Nachdem der Arzt oder die Ärztin die Verordnung von medizinischem Cannabis empfohlen hat, können Patient:innen einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen. Der Antrag erfolgt schriftlich und formlos. Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin muss dafür außerdem einen Arztfragebogen zu Cannabinoiden nach § 31 Abs. 6 SGB V ausfüllen. Dieser enthält 10 Fragen und wird dem Antrag an die Krankenkasse beigelegt.

Ein Antrag auf Kostenübernahme von medizinischem Cannabis muss gut begründet sein. Das ist mitunter nicht ganz einfach, da es in einigen Bereichen noch nicht ausreichende belastbare Studien zu medizinischem Cannabis gibt. Lesen Sie in unserem weiterführenden Artikel, was Sie beim Antrag auf Kostenübernahme beachten sollten.

Wann haben Patient:innen ein Recht auf Kostenübernahme?

Ob die Kosten der Behandlung mit medizinischem Cannabis übernommen werden, entscheidet die Krankenkasse. Als Grundlage dient § 31 Abs. 6 im Fünften Sozialgesetzbuch (SGB 5). 

Demnach haben Versicherte mit schwerwiegenden Erkrankungen unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf die Versorgung mit getrockneten Cannabisblüten, Cannabisextrakten oder cannabisbasierten Fertigarzneimitteln:

  1. Eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung
  2. Es besteht „eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome“.

Eine Ablehnung darf laut Gesetz nur in begründeten Ausnahmefällen erfolgen. Da die Voraussetzungen recht allgemein formuliert sind, liegt die Entscheidung darüber in der Praxis aber im Ermessensspielraum der Krankenkasse. Bei Ablehnung kann es gegebenenfalls Sinn ergeben, Widerspruch einzulegen.

Wie sind die Bewilligungsfristen für Kostenübernahme von medizinischem Cannabis?

Bei Anträgen im Rahmen einer Palliativversorgung muss die Krankenkasse innerhalb von 3 Tagen eine Entscheidung fällen. Andernfalls hat sie in der Regel 3 Wochen nach Eingang des Antrags Zeit, um über die Kostenübernahme zu entscheiden. Häufig beauftragen die Krankenkassen auch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK) mit der Prüfung. In diesem Fall verlängert sich die Frist auf insgesamt 5 Wochen.

Kostenübernahme von medizinischem Cannabis: Wie sieht es in der Praxis aus?

Seit 2017 wurden von rund 70.000 Kostenübernahmeverfahren knapp 60 Prozent genehmigt (Stand: Mai 2021). Im Unterschied zu den gesetzlichen Versicherern besteht bei den privaten Krankenkassen kein Genehmigungsvorbehalt. Heißt: Auch hier können Anträge abgelehnt werden, aber die Hürden für eine Kostenübernahme sind womöglich niedriger. Das ruft von einigen Seiten Kritik hervor, da gerade schlechter situierte Patienten oftmals nicht die Möglichkeit haben, die Therapie selbst zu bezahlen und demnach auf eine Übernahme der Kosten angewiesen sind.

Dronabinol

Was ist Dronabinol?

Neben Cannabisblüten und Cannabisextrakten, die jeweils eine Vielzahl verschiedener wirksamer Substanzen enthalten können, sind in Deutschland auch Cannabinoide als Einzelwirkstoffe zugelassen. Einer davon ist Dronabinol, dessen Wirkstoff THC entspricht. Dronabinol wird meist synthetisch, also ohne die Cannabispflanze, oder halbsynthetisch hergestellt.

In Deutschland ist Dronabinol nur als Rezepturarzneimittel verfügbar. Das heißt, es wird in der Apotheke eigens in der richtigen Dosierung angemischt. In der Regel handelt es sich dabei um eine ölige Lösung, die tropfenweise oral eingenommen wird.

Dronabinol verschreiben lassen: Für wen empfiehlt es sich?

Dronabinol wird zum Beispiel begleitend zu Chemotherapien eingesetzt, da es antiemetisch wirken, also Brechreiz mindern und Erbrechen verhindern kann. Bei Aids-Patienten soll es gegen Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit helfen.

Auch bei bestimmten Arten von chronischen Schmerzen könnte Dronabinol Wirkung zeigen: In einer Studie mit Multiple-Sklerose-Patienten zeigte sich durch Dronabinol eine signifikante Verbesserung sogenannter zentraler Schmerzen.

Telemedizin Plattformen

Sie interessieren sich für eine Medizinalcannabis und suchen nach Ärzten, die Cannabis verschreiben können? Über den folgenden Link, finden Sie eine Übersicht von Ärzten, die Sie bei Ihrer Cannabis Therapie unterstützen können: endlich-cannabis.de. Sollten Sie allerdings keine geeignete Ärzte finden, haben wir für Sie eine Übersicht von Telemedizin Dienstleistern zusammengestellt, die Ihnen helfen könnten: